KRITIK – THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR

© Marvel 2016
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Autor: Tom Burgas

Gibt es in der Kinolandschaft gerade was größeres als MARVEL? Und das schon seit ein paar Jahren? Das Marketing überschwemmt einfach alles und da muss schon ein Dampfhammer wie „Star Wars“ daherkommen, um ähnlichen Budenzauber zu produzieren. Den Machern kann es egal sein, denn hinter beidem steckt Disney.

Was man Marvel lassen muss, seit ihren ersten eigenen Produktionen „Iron-Man“ (2008) und „The Incredible Hulk“ (2008) halten sie eine bestimmte Qualitätsstufe, die mehr als beachtlich ist. Jedoch ändert das Studio seit Jahren nicht seinen Kurs, so dass seit 1-2 Jahren bei vielen Zuschauern eine gewisse Übersättigung vorherrscht. Und besonders „Captain America 1“ (2011) halte ich persönlich immer noch für den schlechtesten Marvelfilm des Cinematic Universe. Aus diesem Grund freute ich mich damals auch kein bisschen auf den zweiten Teil. Warum dieser aber wichtig ist? Weil dieser eben tatsächlich den besten Marvelfilm markiert, Kritiker und das Einspiel geben mir da wohl großteils recht. Inszeniert wurde dieser von den Russo-Brüdern und jene dürfen jetzt auch wieder ran – ein Vertrag für 2 weitere Filme ist bereits unterzeichnet.  Diesmal stand aber etwas mehr auf dem Spiel: Einerseits mussten sie zeigen das „Captain America 2 – The Winter Soldier“ (2014) kein Einzelfall war und andererseits sich eben auch an die direkte Vorlage haltet, dem „Civil War“.

 

© Marvel 2016
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Zum Inhalt: THE FIRST AVENGER: CIVIL WAR beginnt genau dort, wo „Avengers: Age Of Ultron“ aufgehört hat. Unter Führung von Captain Steve Rogers ist das neue Team der Avengers weiterhin für den Erhalt des Friedens im Einsatz, als sie in einen internationalen Vorfall verwickelt werden, der erhebliche Kollateralschäden verursacht. Schnell werden Forderungen nach einem neuen Führungsgremium laut, das entscheidet, wann die Dienste der Avengers wirklich benötigt werden. Der neue politische Druck und das daraus entstehende Kräfteringen treiben das Team langsam auseinander und spalten es in zwei Lager. Das eine wird angeführt von Steve Rogers und seinem Wunsch, die Freiheit der Avengers aufrechtzuerhalten und sie in ihrer Arbeit zum Schutz der Menschheit vor jeglicher Einmischung der Regierung zu schützen. Das andere Lager folgt Tony Stark und seiner überraschenden Entscheidung, die Avengers unter staatliche Kontrolle und Verantwortung zu stellen. Unüberwindbare Gräben tun sich auf – gerade als ein neuer, ruchloser Feind auf der Bildfläche erscheint.

Also zu allererst muss ich sagen, dass ich niemand bin der sich wegen dem Teil jetzt in die Hose macht. Dafür hab ich zuviel dran zu meckern. Ich will jetzt hier gar nichts zerreißen und ich sage jetzt schonmal, dass „Civil War“ als Sommerblockbuster seinen Auftrag mehr als erfüllt. Nur bin ich auch immer gerne skeptisch, weil sie uns immer und immer wieder das selbe auf die Leinwand zimmern (gemeint ist Marvel). Aber der Vorgänger war ein guter erster Schritt und der dritte zeigt nun dass es Anthony & Joe Russo definitiv können. Dennoch will ich mit dem Negativen anfangen, damit ich hier nachher den Text schön mit dem Positiven verlassen kann.

 

© Marvel 2016
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Zum ersten werden dem Zuschauer schlichtweg zu viele Helden präsentiert, die oftmals einfach keinen triftigen Grund haben. Ganz ehrlich..verdammt…Hawkeye? Ich bitte euch!! Zudem missfällt die Einbindung von Ant-Man und Spider-Man, da sagt das Drehbuch eher „frisst es und denkt nicht drüber nach“. Zumal ich auch Spider-Man ansich nicht sonderlich toll fand. Natürlich weiß ich, er scheint wohl die perfekte Umsetzung des „Ultimate Spider-Man“, aber verdammt quasselt der viel. Und Daniel Brühl fand ich ebenfalls schwach und dass Marvel keine Eier besitzt, beweisen sie mal wieder in einer bestimmten Szene. Dazu kommen noch hier und da einige schlechte Schnitte und Effekte (für diese Art von Film mit solch einem Budget unverständlich!!), die unangenehm auffallen. Aber jetzt reicht es mit dem ganzen rumgeheule, kommen wir mal zu dem Positiven, was natürlich wie von Marvel gewöhnt, überwiegt.

Es ist einfach perfektes Heldenkino: So sieht das Meiste – bis auf wenige Ausnahmen – ungemein hochwertig aus und die Schauspieler sind mit ihren Rollen sowieso schon verwachsen. Zudem bedarf es keine Origin-Story mehr, womit man von Anfang an auf die Tube drücken kann, was der Film dann auch tut.  Auch sollte man anerkennen, dass die Macher trotz der Masse an Effekten und Charakteren den Überblick behalten und diese auch noch gut inszenieren, denn dies ist schon eine Kunst. An dieser Stelle kann ich mir einen kleiner Seitenhieb zu „Batman v Superman“ nicht ganz verkneifen, auch wenn ich diesen mochte. Des Weiteren ist die Vorlage hervorragend gewählt, spricht sie doch ernstere Themen an, die das Konfliktpotential schnell verständlich machen. Man braucht keine große Verschwörung oder einen alles vernichtenden Feind. Die Probleme sind eher natürlicher Art, was dem Ganzen trotz des gebotenen Bombast eine Bodenständigkeit verleiht, die es auch unbedingt braucht. Denn man sieht fast im Sekundentakt, warum wir Comicverfilmungen sehen wollen, soll heißen „was teuer aussieht, muss auch  spektakulär zu Bruch gehen“. P.S.: Mein liebster Neuzugang ist Black Panther, also gebt ihm bitte einen überzeugenden Einzelfilm.

 

Civil War - Bewertung

 

SEIT DEM 28. APRIL 2016 IM KINO!!

 

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