KRITIK – THE HUNTSMAN & THE ICE QUEEN

© Universal Pictures International Germany GmbH
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Autor: Tom Burgas

Mal ganz ehrlich, hat darauf die Welt gewartet? Sind wir nicht unfair, der erste Teil war ganz nette Fantasyunterhaltung, die sich aber schon so anfühlte, als wolle man nicht mit Liebe eine Geschichte erzählen,  sondern einfach mit genügend geklauter Versatzstücke Geld machen. Dies scheint wohl ganz gut geklappt zu haben, denn nun kommt Teil 2 daher und leider erschien schon im Vorfeld alles ein wenig wirr.

Kristen Stewart als Snow White ist nicht mehr dabei, da diese mit dem Regisseur des erstens Teils Bettsport betrieben hat und das wohl mal gar nicht geht…wie kann man nur, ihr erwachsenen Menschen! Aber Ironie mal beiseite. Zudem sollte es sich um ein Prequel drehen und die Geschichte des Huntsman beleuchten, oh und welch Zufall, somit Mister Chris Hemsworth in den Fokus rücken, der wohl nie wieder in einem Film kurze Haare tragen darf. Das Budget der Fortsezung betrug 55 Millionen $ weniger als noch beim ersten Teil und der Trailer sah schlussendlich höchst generisch aus, so dass mein Interesse im Vorfeld schon fast verflogen war.

Zum Inhalt: Die Geschichte setzt ein, lange bevor die Evil Queen Ravenna durch das Schwert von Snow White in die ewige Verdammnis geschickt wurde. Damals war ihre Schwester, die Ice Queen Freya, durch einen bitteren Verrat, der ihr das Herz brach, gezwungen, das Königreich zu verlassen. Zurückgezogen in einem winterlichen Palast scharte sie über Jahrzehnte hinweg ein Heer von kampfbereiten Huntsmen um sich. Darunter befinden sich auch Eric und die Kriegerin Sara, die der Ice Queen treu ergeben sind. Als sie ihre Gefühle für einander entdecken, brechen sie damit das höchste Gesetz in Freyas Königreich: Du darfst dich nicht verlieben! Als Bestrafung werden beide von der Ice Queen verstoßen.

Jahre später wird Ravenna von Snow White in den Magischen Spiegel verbannt. Freya schickt ihre Huntsmen los, um diesen in ihren Besitz zu bringen und ihre Schwester zu retten. Die Evil Queen wird aus den goldenen Tiefen des Spiegels befreit und mit vereinten Kräften bedrohen die Schwestern nun den Frieden des gesamten Königreichs. Ihre böse Armee scheint unbesiegbar zu sein, doch Eric stellt sich ihnen entgegen – und er ist nicht allein.

 

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Man merkt „The Huntsman & The Ice Queen“ einfach an allen Ecken und Enden an, dass hier auf Biegen und Brechen eine Fortsetzung produziert wurde, die des Geldes wegen erzwungen ist und man sich recht wenig Mühe gegeben hat, dies zu kaschieren. Da wäre zum Beispiel die völlig haarsträubende Geschichte. (Übrigens doch ein Sequel und kein Prequel wie es einem der Trailer weiss machen will). Und viele Punkte und Figuren die im ersten Teil null Erwähnung fanden, sind hier auf einmal gegeben, allen voran die Ice Queen. Emily Blunt tut einem schon ziemlich leid, denn die Motivation ihrer Figur und ihre Handlungen sind schlichtweg dämlich. So hofft man spätestens nach der Einführung aller Charaktere nur noch auf optische Schauwerte, da man bei allem anderen schon abgeschalten hat. Leider bekommt der Zuschauer aber selbst diese nur stellenweise – in Form von ein paar ganz nett animierten CGI- Kreaturen – serviert, was aber eben nicht zum staunen führt. Ich muss da leider ehrlich sein, spätestens bei den Dialogen zwischen den beiden Hauptcharakteren, die sich streiten und später natürlich wieder verlieben, ist mir danach gewesen aus dem Kino zu gehen. Solch einfallslose, nervige Phrasen gab es seit der „Twilight“-Saga nicht mehr auf der Leinwand zu sehen.

Aber um auch mal zu etwas positiven zu kommen. Es gibt 2 Kampfszenen die mächtig Wumms haben und sich dadurch aus dem Kontext gerissen anfühlen, da diese zugleich knackig, wuchtig sind und richtig Spaß machen. So handelt es sich hierbei um Hemsworth in einer Barprügelei und einem Kampf gegen schön designte Kobolde, die an die Uru-Kai („Der Herr der Ringe“) mit großen Hörner erinnern. Des Weiteren gefallen noch 2 Zwerge aus dem ersten Teil, die mit weiblichen Zwergen rummosern dürfen und irgendwie niedlich daher kommen. Und auch Charlize Theron darf trotz lediglich 5 Minuten Screentime wieder einmal herrlich biestig das Miststück geben und wertet damit das insgesamt recht enttäuschende Sequel/Prequel auf.

Ihr merkt es schon an meinen Worten, der Film ist leider absolut nicht zu empfehlen. Dafür ist das Fantasy-Abenteuer einfach zu jeder Minute – auf unsympatische Weise – zu vorhersehbar, was vielleicht noch für einen Sonntagnachmittagfilm ausreicht, aber eben nicht für Genre-Fans mit nur etwas Anspruch.

 

The Huntsman - Bewertung

SEIT DEM 07. APRILI 2016 IM KINO!!

 

 

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