KRITIK – MONSTER BUSTERS

© VZ-Handelsgesellschaft mbH
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Autor: Florian Wurfbaum

Die vergessene Horror-Komödie aus den 80er Jahren, ist ein völlig verkanntes, kleines Juwel, das Fans von 80er Kultfilmen wie „Die Goonies“, „Fright Night“, „The Lost Boys“ oder „Gremlins“ unbedingt gesehen haben sollten!

Zum Inhalt: Eine Gruppe von Jungs, die sich die „Monster Squad“ nennt, bekommt es mit leibhaftigen Monstern zu tun: Denn der berüchtigte Graf Dracula kehrt zurück, um zusammen mit der Mumie, dem Monster von Frankenstein, dem Werwolf und dem Schrecken des Amazonas das magische Amulett der Allmacht an sich zu reißen. Während in der Stadt das Chaos herrscht, treten die tapferen Jungs mit selbstgebauten Waffen und heißer Knoblauchpizza, den Kampf gegen die bösen Kreaturen an, um das Ende der Welt zu verhindern.

 

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„Monster Busters“ weist zwar einige Parallelen zu der Spielberg-Produktion „Die Goonies“ auf, aber in erster Linie ist der Jugend-Gruselfilm eine liebevolle Hommage an Universals Horror- und Science-Fiction-Filme der 30er bis 50er. So enthält das kleine Grusel-Juwel eine Menge Referenzen und Anspielungen zu anderen Genre-Filmen, die gelegentlich auch als Parodie oder Satire zu sehen sind. Das Skript von Fred Dekker und Shane Black („Lethal Weapon“), dem Drehbuch-Star der 80er Jahre, überzeugt mit witzigen Einfällen und überaus gelungenen Verweisen an die klassischen Monster-Filme aus der großen 30er Jahre Universal Grusel-Ära.

Fred Dekker, der ein Jahr zuvor mit „Die Nacht der Creeps“ (1986) für eine weitere kleine Horror-Perle verantwortlich war, inszeniert mit seiner zweiten Regiearbeit einen temporeichen und beschwingten Grusel-Spaß für Genre-Liebhaber, der vor allem mit seinen liebevollen Anspielungen und den überzeugenden Effekten zu gefallen vermag. Hier leisten die F/X-Legenden Richard Edlund („Star Wars“) und Stan Winston („Terminator“) fantastische Arbeit und erzeugen in Verbindung mit der charmanten Ausstattung und der tollen Optik eine immens stimmungsvolle Atmosphäre, die es auch heute noch schafft zu faszinieren.

 

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„Monster Busters“ verfügte mit 12 Mio. $ über ein recht staatliches Budget für einen B-Film, aber gegenüber dem Spielberg-Abenteuer fehlt es dem Film an dessen hochwertiger Produktionsausstattung und hochklassigen Darstellern. Gleichwohl agieren die unbekannten Jugend-Darsteller der „The Monster Squad“, wie auch der Originaltitel lautet, überaus sympathisch und wirken zu keinem Zeitpunkt nervig. Von den überzeugenden Monster-Schauspielern, vermag besonders Duncan Regehr als arrogant bösartiger Graf Dracula zu gefallen.

Warum die HBO-Co-Produktion damals kein Erfolg vergönnt war (US-Einspiel lag lediglich bei 3,7 Mio. $), ist schwer nachzuvollziehen. Letztendlich denke ich, wurde mit der Mischung aus „Goonies“-artigen Jugendspaß und altmodischer Grusel-Hommage für Genrefans, nicht die eigentliche Zielgruppe erreicht. An der Qualität lag es auf jeden Fall nicht.

 

Monster Busters - Bewertung

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One thought on “KRITIK – MONSTER BUSTERS

  1. „Monsters Busters“ macht echt Laune. Nur den „Dracula“ Typen hätten sie vielleicht weglassen, oder anders gestalten sollen. Ansonsten ist der Film ein typisches „Kind seiner Zeit“, in dem Jugendliche die tollsten Abenteuer erleben.

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