KRITIK: KICKBOXER – DIE ABRECHNUNG

© Ascot Elite Home Entertainment
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Autor: Kevin Zindler

Zum Inhalt: Kurt Sloane (Alain Moussi) hat geschworen, nie wieder nach Thailand zu gehen. Doch dann wird er entführt, in das Land verschleppt und dort in einen Knast gesteckt. Seine Entführer fordern, dass der nach seinem Kampf gegen Tong Po zur Legende gewordene Sloane gegen den gigantisch großen Muskelberg Mongkut antritt. Im Gegenzug werden ihm viel Geld und seine Freiheit angeboten. Sloane will nicht kämpfen, doch er muss bald einsehen, dass er keine andere Wahl hat. Um überhaupt eine Chance gegen Mongkut zu haben, muss er aber das härteste Training bewältigen, dem er sich je unterzogen hat, und zudem bei sehr ungewöhnlichen, verschiedenen Lehrern neue Techniken erlernen.

Zu einem von Van Damme´s beliebtesten Filmen zählt definitiv KICKBOXER aus dem Jahre 1989. Der Klopper-Streifen zahlte sich insbesondere auf Video aus und festigte dem „Muscles from Brussels“ seine enorme Popularität. Filmemacher John Stockwell führte bei dem von Fans lang ersehnten Reboot Regie. In Jubelarien verfielen sie jedoch nicht. Zwar konnte Jean-Claude Van Damme als Master Durand überzeugen, doch sein Schützling Alain Moussi alias Van Dammes Alter Ego Kurt Sloane blieb überwiegend blass und ließ echtes Charisma vermissen. Kämpfe und Location konnten sich größtenteils sehen lassen, wiewohl der heiß erwartete Endkampf zwischen Moussi und Ex-Wrestler sowie GUARDIANS OF THE GALAXY Star Dave Bautista auf ganzer Linie enttäuschte.

Entertainment-Blog Kritik: KICKBOXER – DIE VERGELTUNG (Click)

 

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Die Erwartungen an den zweiten Teil KICKBOXER – DIE ABRECHNUNG waren im Vorfeld aufgrund des bestenfalls soliden Vorgängers nicht sehr hoch. Dieses Mal nahm Dimitri Logothetis auf dem Regiestuhl Platz, welcher zuvor – ebenfalls mit Moussi in der Hauptrolle – WINGS OF THE DRAGON (2014) inszenierte und bereits als einer der Drehbuchautoren bei KICKBOXER – DIE VERGELTUNG (2016) fungierte.

Um es vorweg zu nehmen: Das Sequel ist deutlich besser! Doch werfen wir erst einmal einen Blick auf jene Dinge, die störend daher kommen, denn auch der erneute Auftritt des Kickboxers offenbart einige Schwachstellen. Einerseits sind es gewisse Stilmittel – vor allem in den Bereichen Bild und Schnitt, an denen man sich gewöhnen muss. Andererseits werden Story-Elemente ziemlich schnell abgehandelt und Handlungsorte wechseln ziemlich wirr hin und her – zumindest ist den ersten 20 Minuten. Wie schon beim ersten Film von Stockwell, sind auch hier wieder einige Gaststars mit von der Partie. Mike Tyson ist in den ersten 30 Minuten recht häufig zu sehen und absolviert einen ansehnlichen Kampf gegen Moussi – bevor er ihm einige Tricks beibringt. Danach verschwindet er quasi von der Bildfläche. Van Damme ist natürlich wieder als Master Durand dabei, allerdings ist er jetzt blind. Diesen „Umstand“ verdankt er dem Oberschurken Thomas Moore gespielt von „Highlander“ Christoper Lambert, welcher wiederum nicht wirklich viel in dem Film zu tun bekommt, außer böse zu gucken oder hämisch zu lachen. Zumindest darf er kurz ein Schwert gegen jenes von „Van Dammage“ peitschen. Unnötig ist der Cameo von Ex-Fußballstar Ronaldinho, doch was Neymar darf (XXX  – Die Rückkehr des Xander Cage), darf er selbstverständlich auch.

 

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KICKBOXER – DIE ABRECHNUNG ist trotz stattlicher Lauflänge von fast 2 Stunden sehr kurzweilig. Das liegt vor allem an die vielen und toll choreographierten Fights, die einem hier geboten werden. Im Minutentakt gehen die Kämpfer zu Boden – schön übersichtlich gefilmt und ohne nervige „wackelei“. Besonders Moussis Präsenz nimmt hier im Vergleich zu seinem recht steifen Auftritt im ersten Film deutlich zu.

Highlight ist sein Endkampf gegen GAME OF THRONES Star Hafþór Júlíus Björnsson. Eine viertel Stunde dreschen die zwei Gladiatoren aufeinander ein. Gerade diesbezüglich waren die Zweifel groß, da schon der Kampf gegen Koloss Dave Bautista alias Tong Po sehr unspektakulär ausfiel. Björnsson ist fast 200 kg. schwer und noch unbeweglicher als Bautista. Dennoch hat dieser Kampf deutlich mehr Power, ist spannender und brutaler. Ein richtig kantiger Fight, welcher möglicherweise zu den besten Klopperfilm-Fights der letzten 10 jahre gehört – wenn man mal Boykas (Scott Adkins) Schlachten in Isaac Florentines UNDISPUTED 2 und 3 unberücksichtigt lässt. Großartig!

 

Kickboxer - Die Abrechnung - Bewertung

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DVD-Cover & Bilder © Ascot Elite Home Entertainment.

 

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