KRITIK – CENTRAL INTELLIGENCE

© 2015 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.
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Autor: Tom Burgas

Zum Inhalt: Einst war er in der Schule der Nerd, auf dem alle herumgehackt haben, doch nun feiert Bob (Dwayne Johnson) beim Klassentreffen als skrupelloser CIA-Agent eine triumphale Rückkehr. Für einen vermeintlich streng geheimen Fall rekrutiert er dort einen ehemaligen Klassenkameraden (Kevin Hart), der früher den Schulhof im Griff hatte und noch heute, wenn auch als Buchhalter, von seinen glorreichen Tagen träumt. Doch worauf er sich eingelassen hat, merkt der seriöse Schreibtischtäter erst, als sein unberechenbarer neuer Freund ihn längst in ein bleihaltiges Spionage-Abenteuer verwickelt hat.

Sind wir mal ehrlich, wenn man aktuell von einer neuen US-Komödie hört, erwartet der Zuschauer ja nicht gerade den neuesten Geniestreich. Letztendlich will man gut unterhalten werden, mit Freund oder Freundin ein paar Peinlichkeiten miterleben und im besten Fall einfach 90 Minuten gute Laune angesteckt bekommen. Hierbei ist die  Story eher unwichtig, es sei denn, sie spielt generell mit völlig Abstrusem, wie zum Beispiel die „Austin Powers“-Reihe. Was aber in dem Genre äusserst wichtig ist, ist der Charakter um den sich alles dreht und da heutzutage kein einzelner Darsteller mehr reicht, muss mindestens ein Doppelpack her. Und da Hollywood gerne guckt was und wer gerade so beliebt ist, holen wir uns doch zwei der derzeit beliebtesten Gute-Laune-Macher und packen die in einen Film. Hey und siehe da, sie wirken auch noch völlig gegensätzlich, na mensch, Geld ick hör dir klimpern…

Ganz so zynisch will ich mal nicht sein, denn auch ich mag Kevin Hart und Dwayne Johnson sehr (wer eigentlich nicht?). Zumal der Regisseur Rawson Marshall Thurber vorher „Dodgball“ und „We ar,e the Millers“ gemacht hat. Beide Streifen entpuppten sich als gelungene Genre-Mischung, bei denen es zwar recht abgedreht zuging, aber trotzdem wuchsen dem Zuschauer eben vor allem die verrückten Charaktere ans Herz. Der Trailer zu „Central Intelligence“ sah auch wieder wirklich witzig aus und machte Lust auf mehr.

 

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Was ist wohl das schlimmste was man über eine Komödie sagen kann? Im Fall von „Central Intelligence“ wohl, dass die Outtakes im Abspann witziger waren, als der Film selbst. Aber fangen wir von vorne an. Die Chemie zwischen Hart und Johnson überzeugt restlos, so dass das Wichtigste schon mal passt. Allerdings musste ich feststellen, dass mich „The Rock“ Johnson zum ersten Mal nervte. Dies lag nicht an seinem Schauspiel, sondern an der Auslegung seines Charakters. Hier betreibt auch der Trailer ganz klar einen Fehleindruck: So kommt der schauspielernde Wrestler dort nämlich wie der klischeecoole Agent rüber, jedoch ist er im Film fast schon ein Fall für die Klapse. Das ist wirklich ein großer, negativer Punkt für mich gewesen, da seine Art sich zu geben und zu sprechen stört. Nach 20 Minuten fragte ich mich, ob das innerhalb des Films seine Tarnung ist, aber Nein, Johnson tritt den ganzen Film über so panne auf. Doch ich will jetzt gar nicht zu negativ werden, denn Kevin Hart kann es zwar das Ganze nicht komplett ausbügeln, weiß aber schon eher was seine Fans sehen wollen. Der Comedian gibt sich sympatisch, trottelig ohne zu überzogen zu wirken, eben der „Jedermann“ mit dem Herz am rechten Fleck.  Dennoch kommt man auch hier nicht über einen Klischeecharakter hinweg, was nicht schlimm, wäre wenn der Rest perfekt funktionieren würde.

Es gibt aber auch positive Punkte. So machen die reichlich vorhandenen und einfallsreich inszenierten Actionsequenzen für eine Komödie einiges her und lassen es auf der Leinwand ordentlich knallen. Besonders die anfängliche Schießerei in den Büroräumen macht mächtig Laune und zeigt wohin das 50 Millionen Budget geflossen ist. Zudem haben sich recht viele bekannte Schauspieler zu Gastauftritten hinreißen lassen. Zwar hat hierbei lediglich Einer einen richtigen guten Auftritt, aber schlussendlich zählt ja der Gedanke. 🙂

 

Central Intelligence - Bewertung

Ab dem 16. Juni 2016 nur im Kino!

 

AUS DEM KINO #4 – REVIEW TALK – CENTRAL INTELLIGENCE


 

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