KRITIK – BASKIN

© Capelight Pictures (AL!VE)
© Capelight Pictures (AL!VE)

Autor: Kevin Zindler

Zum Inhalt: Als fünf Polizisten in einem Hilferuf nachgehen, nimmt ihre ruhige Nachtschicht eine unerwartete und sehr blutige Wendung, denn die Männer stoßen auf einen mysteriösen Kult, dessen Anhänger offenbar dem Wahnsinn verfallen sind. Schnell stellt sich heraus, dass sie von jemandem absichtlich angelockt worden sind. In einem Labyrinth ähnlichen Gebäude gefangen, werden sie gequält, drangsaliert und gepeinigt.

Can Evrenol liefert seit 2007 in regelmäßigen Abständen diverse Kurzfilme ab. Mit Erfolg! Seine Kurz-Horror-Filme heimsten in der Vergangenheit etliche Preise ein, was ihm in der Branche eine Menge Anerkennung einbrachte. Mit BASKIN – welcher ebenfalls auf einem von ihm inszenierten gleichnamigen Kurzfilm basiert – gibt der türkische Regisseur nun sein gleichermaßen brutales wie innovatives Spielfilm-Regie-Debüt. Dieser – zum Teil an HELLRAISER angelehnte – Tour de Force und Torture Porn Mix hat es definitiv in sich. Freunde deftiger und blutiger Schlachtplatten, wird BASKIN – insbesondere in der zweiten Film-Hälfte – sehr zusagen. Alle anderen sollten sich auf rund 95 unappetitliche Minuten gefasst machen und sich nach der Sichtung dieses Streifens einen Magen schonenden Tee kochen. Hinter all den Gedärmen steckt nichts desto Trotz eine interessante Geschichte, welche zudem mit einem unerwarteten Plot aufwarten kann.

 

© Capelight Pictures (AL!VE)
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BASKIN kann Optisch und Effekt-technisch durchaus überzeugen. Evrenol nimmt den Zuschauer mit in einem bizarren Albtraum, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. Die Bilder sind verstörend, ekelhaft und gar grenzwertig, doch genau damit bleiben sie lange im Gedächtnis des Zuschauers. Die Story wird recht behutsam aufgebaut, was zu der einen oder anderen Länge führt. Doch spätestens nach der Ankunft der Polizisten in der „Hölle“, neigt sich der Film in eine komplett andere Richtung, was anfänglich nicht zwingend zu erwarten ist. Can Evrenol, dem persönliche Erfahrungen und Erlebnisse mit BASKIN verbinden, sieht sein Werk als Geschichte über dunkle Kindheitsfantasien.

„Es ist ein sehr persönlicher Film. Es stammt wahrscheinlich aus meiner frühen Kindheit. Als ich schlafen ging und das Licht aus ging, legte ich meinen Kopf auf das Kissen und stellte mir in der Dunkelheit Geschichten vor. Ich zögere immer, wenn ich nach dem Genre gefragt werde, in dem ich BASKIN einordnen würde. Am besten gefällt mir die Bezeichnung „Mitternachtsfilm.“ Es ist ein mutierter Hybrid eines Multiplex-Films, mit  Arthouse-Bildern und einem dunklen Gedicht.“ (Can Evrenol)

Trotz allem wird dieser Film sicher nicht allen munden, da er sehr gewöhnungsbedürftig – für einige gar recht nervig – daherkommt.

 

Baskin - Bewertung

Ab 29. April 2016 auf DVD und Blu-Ray erhältlich!

DVD-Cover & Bilder © und Eigentum von Capelight Pictures (AL!VE).

 

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