KRITIK: TRIPLE THREAT

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Autor: Kevin Zindler

Zum Inhalt: Milliardärstochter Xian (Celina Jade) sagt einem Verbrechersyndikat den Kampf an. Schnell heftet sich eine vom skrupellosen Collins geführte Söldnereinheit an ihre Fersen. Zum Glück für die Lady grätscht ein Kämpfer-Trio (Iko Uwais, Tony Jaa, Tiger Chen) dazwischen. Die Martial-Arts-Experten beschützen Xian mit jeder Faser ihrer sehnigen Körper. Allerdings haben die Jungs untereinander noch ein alte Rechnung offen – was ihren Job, den Jägern stets einen Kick, einen Handkantenhieb oder eine Feuersalve voraus zu sein, mächtig erschwert.

Wenn ein Actioner angekündigt wird, in denen sich Martial Arts Stars wie Tony Jaa (REVENGE OF THE WARRIOR), Iko Uwais (THE RAID 1&2), Scott Adkins (UNDISPUTED 2-4), Tiger Chen (JOHN WICK 3) oder Michael Jai White (BLOOD AND BONE) tümmeln und das Ganze dann auch noch vom einem guten B-Regisseur wie Jesse V. Johnson (SAVAGE DOG) ins rechte Licht gerückt werden soll, dann sollten Fans den Genres definitiv aufhorchen. Natürlich fällt die Erwartungshaltung bei derartigen News entsprechend groß aus, doch insgesamt – so viel sei vorab gesagt – bekommt man mit TRIPLE THREAT ein echtes Brett serviert.

 

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Wenn Du ein Actionfilmliebhaber bist, sind Dir vermutlich Dinge wie das Drehbuch, die Story, Dialoge usw. nicht ganz so wichtig. Zumindest nicht bei trockenen B-Actionern. Das Einzige, was wirklich stimmen muss, sind die Actionsequenzen. Je nachdem, was der Film sein will und wie er angelegt ist. Sie müssen ihr Geld wert sein. Genau das ist TRIPLE THREAT. Der Film liefert solide Shootouts, teils grandios choreografierte Fights und Actionstars, die richtig Bock haben. Unsere drei Helden können sich alle auszeichnen, wiewohl man von ihnen auch schon besseres in ihren jeweiligen Einzelfilmen gesehen hat. Man sollte aber nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen Ensemble-Film handelt und jeder seine Screentime bekommen muss. Das funktioniert hier zum Teil besser als bei den EXPENDABLES, in dem der ein oder andere große Name schon mal zu kurz kam. Was bei den EXPENDABLES – der trotzdem geil ist – auch fehlte, waren gleichwertige Bösewichte, die bis auf einen guten Antagonisten (Jean-Claude Van Damme in Teil 2, Mel Gibson in Teil 3) kaum brauchbare und vor allem bekannte Mitstreiter hatte. Ausgenommen Scott Adkins in EXPENDABLES 2, der hier absolut glaubwürdig den Oberschurken mimt, aber mit Michael Jai White und Michael Bisping zwei echte Brecher als Partner in der Hinterhand hat. Diese heizen unsere Helden verdammt ein, was das Verhältnis Gut gegen Böse einfach ausgeglichener gestaltet.

 

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Der Film atmet B-Movie Charme in jeder Sekunde und dennoch erkennt man auf Anhieb den großen Aufwand, welchen man für diese Art Film zuletzt bei SKIN TRADE mit Dolph Lundgren betrieben haben dürfte. Nicht nur Schießereien und Kämpfe stehen auf dem Programm, auch diverse Verfolgungsjagden durch die Stadt werden einem hier geboten. Das ein oder andere „Katz und Maus Spiel“ in der Stadt hätte etwas gekürzt werden dürfen und Fans, die sich in der Regel gerne im Originalton berauschen lassen, dürften feststellen, dass das Englisch mancher asiatischer Stars ziemlich übel ist, daher sei die deutsche Synchronisation zumindest empfohlen. Zum Ende hin geht dem Spektakel etwas die Luft aus, doch der Endkampf (oder besser gesagt, die finalen Kämpfe) lassen diesen Actionreigen wunderbar ausklingen.  Zum Abschluss dieser Review ein Zitat von Adkins, nachdem dieser gefragt wird, ob er denn kein Gewissen besäße: „Ich bin ohne Gewissen geboren!“  Wer liebt diese Oneliner bitteschön nicht?

 

Triple Threat - Bewertung

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