KRITIK – NORTHMEN – A VIKING SAGA

© Ascot Elite
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Autor: Kevin Zindler

Inhalt: 873 nach Christus: Vom eigenen König verbannt, nimmt eine Horde furchtloser Wikinger Kurs auf Britannien. Ihr Ziel: das Kloster Lindisfarne mit seinen Goldschätzen, die sie unter ihrem draufgängerischen Anführer Asbjörn (Tom Hopper) plündern wollen, um sich vom auferlegten Bann freizukaufen. Von einem schweren Sturm überrascht, zerschellt ihr Drachenboot jedoch an den Felsen vor der schottischen Küste. Gestrandet auf feindlichem Gebiet, ist ihre einzige Chance, sich in das Danelag, eine entfernt gelegene Wikingersiedlung, zu retten. Auf ihrem beschwerlichen Weg durch die Highlands bringen die Krieger Lady Inghean (Charlie Murphy), die mutige Tochter des schottischen Königs Dunchaid (Danny Keogh), in ihre Gewalt. Die Verbannten wittern ihre Chance auf ein beträchtliches Lösegeld. Doch Dunchaid hetzt den Entführern sein berüchtigtes „Wolfsrudel“ auf den Hals. Dieser Söldnertrupp ist wegen seiner Grausamkeit im ganzen Land gefürchtet. Nur durch die Unterstützung des geheimnisvollen Mönchs Conall (Ryan Kwanten) entkommen die harten Nordmänner im allerletzten Moment den Angriffen der zu allem entschlossenen „Wölfe“ und ihres erbarmungslosen Anführers Hjorr (Ed Skrein). Conall führt die Wikinger auf den längst vergessenen „Pfad der Schlange“, den einzig sicheren Weg ins Danelag. Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt – eine Jagd auf Leben und Tod.

 

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Das Wikinger-Thema scheint für Filmemacher wieder vermehrt an Attraktivität gewonnen zu haben. Unter diversen Produktionen befinden sich immer wieder Perlen wie zum Beispiel ESCAPE – VERMÄCHTNIS DER WIKINGER (2012), der 47 Millionen Dollar SF-Fantasy Flop OUTLANDER (2008) oder jüngst die erfolgreiche Serie VIKINGS mit Gabriel Byrne, dessen dritte Staffel vor kurzem bei „History“ startete.

NORTHMEN – A VIKING SAGA kommt recht aufwendig daher. Regisseur Claudio Fäh (Hollow Man 2) inszenierte einen straffen Mittelalter-Streifen, dem zwar die großen spektakulären Szenen fehlen, sich aber durchaus gekonnt von einem kleineren Highlight zum nächsten hangelt. Es gibt keine großen Schlachtenszenen, doch die kleine Wikinger Truppe muss auf ihre Reise durch Feindesland immer wieder Gefechte gegen eine Vielzahl von Gegnern bestehen. Das ist über die Laufzeit hinweg spannend und unterhaltsam. Die Kämpfe sind kurz und knackig, nicht sonderlich blutig und zum Teil gar unübersichtlich, doch dafür sind sie recht realistisch choreographiert und reichlich gesät. Wem die epische Bandbreite eines BRAVEHEART fehlt, wird durch wunderbare Landschaftsaufnahmen entschädigt. NORTHMEN wurde in unberührter Natur und unter schwierigen Wetterbedingungen in Südafrika gedreht. Diesbezüglich haben sich die Mühen definitiv gelohnt. Der Cast dürfte für viele Zuschauer recht unbekannt sein. Tom Hopper macht als Anführer Asbjörn eine solide Figur, aber er ist sicher kein Chris Hemsworth. Desweiteren empfehlen sich Ken Duken (ZWEIOHRKÜKEN) und Johan Hegg – Frontmann der erfolgreichen Metal-Band „Amon Amarth“ für weitere Aufgaben im Wikinger-Outfit. Frauen, die also auf langhaarige Bombenleger stehen, werden sicher ihre Freude an „NORTHMEN“ haben.

Insgesamt werden Fans derartiger Filme gut bedient, auch wenn das Ende ein wenig den guten Gesamteindruck trübt, da es doch ziemlich aufgesetzt und plump wirkt. Außerdem hätte es gerne etwas dramatischer und spektakulärer in Szene gesetzt werden dürfen.

 

Northmen - Bewertung

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