KRITIK – CAPTAIN AMERICA 2 – THE RETURN OF THE FIRST AVENGER

© Walt Disney / Marvel
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Autor: Florian Wurfbaum

Nachdem Captain America bei den Fans überwiegend als schwächstes Werk der 2008 gegründeten Marvel Studios angesehen wird, waren bei den Comicfans die Erwartungen bezüglich der Fortsetzung Großteils gedämpft. Jedoch scheint Marvel im Moment alles zu gelingen. Denn mit „Winter Soldier“ schafft es, das mittlerweile zur verlässlichen Blockbusterschmiede gemauserte Produktionsstudio, sein bislang schwächsten Beitrag mit der Fortsetzung qualitativ hochwertig zu reanimieren.

Zum Inhalt: Der Superheld Captain America (Chris Evans) hat sich mittlerweile in der Gegenwart eingelebt und ist weiterhin gemeinsam mit Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) für die Organisation S.H.I.E.L.D. tätig. Plötzlich wird ein S.H.I.E.L.D. Außenstützpunkt gekapert und S.H.I.E.L.D. Leiter Nick Fury (Samuel L. Jackson) fällt einem Anschlag zum Opfer. Scheinbar wurde die Organisation infiltriert. Steve Rogers alias Captain America versucht nun gemeinsam mit Natasha Romanoff und dem Ex-Soldaten Sam Wilson (Anthony Mackie) undichte Stelle bei S.H.I.E.L.D ausfindig zu machen und letztlich die USA vor den rücksichtslosen Drahtziehern zu retten.

 

© Walt Disney / Marvel
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Letzten Endes ist die Agenten-Story um die Infiltrierung von S.H.I.E.L.D. bei näherer Betrachtung weniger komplex und überraschend wie anfänglich verkauft. Jedoch vermag der Genre-Mix aus Superhelden-Abenteuer und nervenaufreibendem Agententhriller, mit ihrem aktuellen Bezug, um Sicherheit und gleichzeitiger Freiheit und den zudem klug eingestreuten Wendungen ungemein zu packen. So fällt trotz des beachtlichen Umfangs zu keinem Zeitpunkt der Spannungsbogen ab. Sicherlich könnte im Mittelteil des Geschehens, auf die eine oder andere Wendung verzichtet werden, aber dies ist höchstens ein Schönheitsfleck in einem insgesamt überaus stimmigen Gesamtkonzept.

Die düster gehaltene Inszenierung der beiden Action-Blockbuster Debütanten Anthony und Joe Russo („Community“) ist äußerst eindrucksvoll. Hier kracht es an allen Ecken und Kanten. So präsentiert uns das Regie-Duo spektakuläre Verfolgungsjagden, knackige Fights und beihaltige Schießereien, die spielend mit dem bislang Gesehenen mithalten können. Auch die Ausstattung inklusive dem brillanten Effekten und dem imposanten Soundtrack ist erwartungsgemäß erstklassig und lässt keine Wünsche offen.

Die Besetzung um Cap-Darsteller Chris Evans ist hervorragend gewählt und punktet besonders in der Breite. Evans weiß zwar zu gefallen, aber auch in der Fortsetzung vermag sein Superhelden Charakter nicht vollends zu überzeugen. Dieser ist schlichtweg zu glatt und brav angelegt und lässt charakterliche Tiefe vermissen. Samuel L. Jackson als Nick Fury und Scarlett Johanson als Black Widow wissen in ihren bekannten Rollen zu gefallen und offenbaren eben zudem etwas mehr Ecken und Kanten in ihren Figuren. Robert Redford trumpft als zwielichtiger Alexander Pierce auf und beleibt ebenso, wie die gut agierenden Sebastian Stan als Bösewicht und Anthony Mackie als Falcon im Gedächtnis.

 

Captain America 2 - Bewertung

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