KRITIK – NEED FOR SPEED

© Constantin Film
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Autor: Florian Wurfbaum

Im Vorfeld habe ich mir von „Need for Speed“ nur wenig Qualität erwartet. Da zum einen bislang kaum eine Videospiel-Verfilmung wirklich überzeugen konnte und zum anderen aus meiner Sicht das EA Rennspiel-Franchise geschichtlich eigentlich nicht mehr, als für einen „Fast & Furious“ Abklatsch, hergibt. Einzig die soliden Trailer und die interessante Besetzung um „Breaking Bad“-Star Aaron Paul haben mich letztendlich dazu bewogen, den PS- Actioner eine Chance zu geben. Und zu meiner Verwunderung kann Scott Waughs („Act of Valor“) Videospiel-Verfilmung mehr als gedacht und wusste mich durchaus gut zu unterhalten.

Zum Inhalt:
Der überaus talentierte, aber zugleich erfolglose, Rennfahrer Tobey (Aaron Paul) nimmt gelegentlich bei illegalen Straßenrennen Teil, um die mit seinen Freunden betriebene Werkstatt, zu finanzieren. Aufgrund der steigenden Verbindlichkeiten der Werkstatt, lässt sich Tobey auf einen Deal mit dem verhassten Dino Brewster (Dominic Cooper) ein. Hierbei führen unglückliche Umstände bei einen motorisierten Kräftemessen letztlich zu einer zweijährigen Haftstrafe für Tobey. Nachdem dieser wieder auf freien Fuß ist, sinnt er auf Rache. So versucht Tobey auf einem prestigeträchtigen, jährlich stattfindenden Rennen, als Fahrer gelistet zu werden, um seinen arroganten Widersacher demütigend zu schlagen und schlussendlich seiner gerechten Strafe zu zuführen.

 

© Constantin Film
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Typisch für Hollywoods aktuell produzierte Action-Genrefilme erweist sich der Plot als wenig originell und oftmals machen es sich die Drehbuchautoren hierbei mit der Fortführung der Story schlichtweg zu einfach. So offenbart die Storyline doch einige größere Logiklöcher, die für den ein oder anderen anspruchsvollen Genre-Fan ein K.O. Kriterium darstellen könnten. Zudem sind auch die Dialoge überwiegend platt und wenig spritzig. Allerdings überzeugt das Script mit Großteils ordentlich gezeichneten Charakteren und das Storykonzept bietet Regisseur Scott Waugh die Möglichkeit mit packender Renn-Action aufzutrumpfen.

Am meisten beeindruckt die PS starke Videospiel-Verfilmung mit der mitreißend und temporeich inszenierten Racer-Action. Natürlich darf hier, wie schon beim „Fast & Furious“ Franchise, keine realitätsnahe Raserei erwartet werden. Dafür wird das akustisch herrlich hervorgehobene Röhren der Motoren, das benzingetränkte Herz der Racing-Anhänger höher schlagen lassen. Insgesamt vergeht „Need for Speed“, trotz der stattlichen Laufzeit von 130 Minuten und dem vorhersehbarem Script, wie im Flug und vermag Genre-Fans kurzweilig zu unterhalten. Auch aus technischer Sicht weiss die überdurchschnittlich hoch budgetierte 65 Millionen $ Produktion zu gefallen und präsentiert dem Zuschauer, mit den im Mittelpunkt stehenden Race-Vehicle, eine Vielzahl an optisch ansehnlichen Action-Szenen.

Die größte Überraschung der Cross-Country-Hatz ist die Besetzung, die durch die Bank weg positiv überrascht. Besonders Breaking Bad-Star Aaron Paul in seiner ersten Kinohauptrolle überzeugt restlos. Aber auch Imogen Poots als seine überaus sympathische Beifahrerin und Dominic Cooper als schmieriger Bad-Guy wissen zu gefallen und hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

 

Need for Speed - Bewertung

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