KRITIK – LETHAL WEAPON 3 – DIE PROFIS SIND ZURÜCK

© Warner Bros.
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Autor: Florian Wurfbaum

Nachdem die erste Fortsetzung der von Genre-Legende Joel Silver produzierten Action-Reihe den Vorgänger aus finanzieller Sicht sogar deutlich überflügeln konnte, war natürlich schnell klar, dass die beiden schlagkräftigen Cops bald wieder mit einem spektakulären Kinoeinsatz betraut werden. Drei Jahre nach der erfolgreichen Bekämpfung einer drogendealenden, südafrikanischen Diplomenten-Gruppe, wurden Riggs und Murtaugh 1992 in ihr mittlerweile drittes Abenteuer geschickt. Und trotz einiger Plot-Schwächen, vermag auch „Lethal Weapon 3“ letztlich die Genre-Anhänger mit seinem überaus hohen und vor allem actionreichen Unterhaltungswert vollends zu überzeugen.

Zum Filminhalt: Diesmal bekommt es das ungleiche Cop-Duo mit Gegnern in ihren eigenen Reihen zu tun. Riggs und Murtaugh jagen ein Gruppe skrupelloser Polizisten, die illegal mit aus der Reservaten-Kammer der L.A.P.D. gestohlenen Waffen dealen und hierbei vor keiner Schandtat zurückschrecken . Zudem lernt Draufgänger Riggs (Mel Gibson) im Laufe des Geschehens, die gegen ihn Ermittelnde Polizistin Lorna Cole (René Russo) näher kennen. Die Kollegin von internen Abteilung beeindruckt den Kamikaze-Cop mit ihrer kernigen Art schwer und es scheint sich eine romantische zwischen den beiden zu entwickeln.

Letztendlich dient der zweckmäßige Plot überwiegend dazu, den beiden Hauptprotagonisten eine Platform für ihre spektakuläre Action-Spaß-Show zu bieten. Und genau dieses solide Story-Fundament servieren uns die Macher mit „Lethal Weapon 3“. So funktioniert die Story für das schnörkellose Action-Feuerwerk hervorragend, obwohl überraschenderweise sich nicht die brachialen Verwüstungen als unterhaltsamste Momente offenbaren, sondern vielmehr die wilde und überaus amüsante Liebelei zwischen Draufgänger Martin Riggs und der ebenfalls kernig agierenden Polizistin Lorna Cole.

Regisseur Richard Donner wirft den Zuschauer wie bereits in dem Vorgänger unmittelbar in das Geschehen und lässt diesen mit der rasant in Szene gesetzten Dauer-Action über die komplette Länge keine Zeit zum Luft holen. Hierbei wird das Publikum zu Beginn Zeuge wie die beiden Hauptprotagonisten durch Riggs fehlgeschlagenen Bombenentschärfung gleich ein ganzes Bürogebäude in Schutt und Asche legen. Durch diese explosive „Katerstrophe“ geben die Macher unvermittelt die Marschrichtung für die kommenden 110 Minuten vor. Noch spektakulärer, noch temporeicher und noch humorvoller will man der Formelhaftigkeit der Fortsetzung entgegen wirken. Zur Überraschung geht das an sich altbekannte Rezept schlussendlich erneut vorzüglich auf. Der Hauptgrund hierfür ist, dass die fundiert inszenierten Action-Szenen weiterhin vor Einfallsreichtum und Rasanz dermaßen überquellen, so dass die meisten zeitgenössischen Genre-Vertreter locker in den Schatten gestellt werden.

Auch im dritten Abenteuer sind die beiden gut aufgelegten Hauptdarsteller Mel Gibson und Danny Glover das Salz in der Action-Suppe. So spielen sich die beiden Akteure immer noch die Bälle mit einem nahezu perfekten Timing zu und halten mit ihrer einzigartigen Chemie das Action-Feuerwerk zusammen. Unterstützt werden die zwei Franchise-Flaggschiffe erneut von Joe Pesci, der zwar ein ums andere Mal als hysterische Quasselstrippe Leo zu Nerven beginnt. Insgesamt ist der Charakter jedoch überwiegend noch für eine Vielzahl an Lachern verantwortlich und ergänzt das Duo weiterhin hervorragend. Als großer Zugewinn erweist sich die großartig agierende Rene Russo als Riggs neue Herzdame Lorna Cole, die ordentlich frischen Wind in das Geschehen bringt und sich letztlich gar als eines der Highlights entpuppt. Auch diesmal ist als einziger kleiner Cast-Schwachpunkt, die Besetzung der Bösewichter zu sehen, denen es erneut ein wenig an Charisma mangelt, was aber dem Spaß nur marginal mindert.

 

Lethal Weapon 3 - Bewertung

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