KRITIK – LAST VEGAS

© Universal Pictures
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Autor: Florian Wurfbaum

„Habt ihr Drogen dabei?“ „Zählen Blutdruckpillen?“

In der Komödie treten zum ersten Mal die vier Hollywood-Ikonen Michael Douglas, Robert De Niro, Morgan Freeman und Kevin Kline gemeinsam in einem Film auf und dies war Anlass genug, um mir Jon Turteltaubs Senioren-Party-Spaß anzuschauen.

Zum Filminhalt: „Last Vegas“ erzählt von den vier Freunden, Billy, Paddy, Archie und Sam, die sich mittlerweile im Pensionierungsalter befinden und alle samt gesundheitliche und seelische Probleme haben. Eines Tages meldet sich Billy (Michael Douglas) bei seinen Freunden, um ihnen mitzuteilen, dass der ewige Junggeselle seine 30 Jahre jüngere Freundin Lisa heiraten möchte. Daraufhin treffen sich die Jugendfreunde in Las Vegas um hier einen Junggesellenabschied der Extraklasse feiern. Dies ist der Auftakt zu einer überraschenden und turbulenten Party in der die vier gediegenen Partyhengste mit Hustenanfällen, Kurzsichtigkeit, Transvestiten und ihren Titanhüften zu kämpfen haben.

 

© Universal Pictures
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Dem anfänglichen Eindruck, es würde sich hierbei um einen Hangover-Klon handeln, entgegnet die Komödie mit zunehmender Laufzeit. Natürlich weist „Last Vegas“ einige Parallelen, wie den Junggesellenabschied in Vegas auf, doch zudem thematisiert die Komödie hin und wieder auch ernstere Inhalte, wie Tod, Abschied und die Angst vor dem altern. Und verleiht somit dem Geschehen etwas mehr Ernsthaftigkeit gegenüber der Kult-Komödie um das Rat-Pack. Die Storyline bietet sicher wenig neues, aber Jon Turteltaubs äußerst spritzige Inszenierung und die zahlreich zündenden Gags sorgen für jede Menge gute Unterhaltung, ohne hierbei ordinär oder geschmacklos daherzukommen.

Besonders zu gefallen vermag die grandiose Besetzung um die vier Hollywood Legenden. Robert De Niro sticht aus dem spielfreudigen Quartett, mit seinem zurückhaltenden Spiel, am meisten hervor und kann einen überwiegenden Teil der Herzen und Lacher verbuchen. Michael Douglas kann hingegen nicht vollends überzeugen, da zum einen sein Spiel teilweise uninspiriert wirkt und zum anderen, mit seiner mittlerweile begrenzten Mimik nur geringfügig die Selbstzweifel seines Charakters zu transportieren vermag. Morgan Freeman agiert zwar ein wenig zurückhaltend, aber letztendlich gewinnt der Mime mit seinem unvergleichbaren Charme, die Sympathie des Publikums. Kevin Kline hat einige gelungene Gags auf seiner Seite, doch leider folgt daraufhin eine Vielzahl an überzogenen und teilweise albern peinliche Späße, die das Gesamtbild ein wenig trüben (z.B. Viagra/Kondome Gag wird förmlich Tod getreten). Lobend erwähnt seien noch die Auftritte von Mary Steenburgen als Diana und der kleine Gastauftritt von 50 Cent, der die Jungs darum bittet, ihre Junggesellenparty etwas leiser zu feiern.

 

Last Vegas - Bewertung

 

Zur Info: Das einzigartige Hauptdarsteller-Quartett kann sechs Academy Awards, sowie 14 Oscar®-Nominierungen aufweisen. Die sehenswerte Komödie ist überall auf DVD und Blu-Ray erhältlich.

 

DVD-Cover, Bilder & Trailer © und Eigentum von Universal Pictures Germany.

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