KRITIK – HOME – EIN SMEKTAKULÄRER TRIP

© 20th Century Fox
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Autor: Florian Wurfbaum

Die  äußerst erfolgreichen Dreamworks Animation Studios, die die Trickfilm-Fans mit unzähligen Hits wie z.b. „Shrek“, „Kung Fu Panda“ oder „Drachenzähmen leicht gemacht“, beglückt haben, präsentieren mit „Home – Ein smektakulärer Trip“ nun ihren neuesten Streich. Die Trailer machten im Vorfeld einen guten Eindruck, doch letztendlich kann das kunterbunte und turbulente Abenteuer nicht ganz überzeugen und bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Zum Inhalt: Auf der Flucht vor ihren Dauer-Feinden, den Gorgs, wählen die Boovs die Erde als neue sichere Heimat aus. Bevor sie aber landen, werden erst mal alle Menschen nach Australien zwangsumgesiedelt. Hierbei wird auch das Mädchen Tipp von ihrer Geliebten Mutter getrennt. Daraufhin macht sie sich auf die Suche nach ihr. Unterstützt wird sie dabei von dem Boov Oh, der aufgrund eines folgenschweren Fehlers bei den Boovs in Ungnade gefallen ist und sich somit fortan vor diesen auf der Flucht befindet…

 

© 20th Century Fox
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Die Geschichte um das ungleiche Gespann basiert auf das 2007 erschienene Kinderbuch „The True Meaning of Smekday“ von Adam Rex. Insgesamt erweist sich die Story als ziemlich vorhersehbar und wenig spannend. So wird das eigentlich ernste Grundthema über die Invasion der Boovs auf die Erde und der damit verbundenen Zwangsumsiedlung der Menschen nach Australien  wenig emotional und zudem arg gehetzt dargestellt. Hier zeigt sich bereits zu Beginn, dass die Macher um Regisseur Tim Johnson („Antz“, „Ab durch die Hecke“) mit seiner vierten Kinoarbeit eindeutig auf das jüngere Zielpublikum abzielen. Es gibt zwar im weiteren Verlauf doch noch den ein oder anderen Dreamworks typischen Tränendrüsen-Moment, aber diese schaffen es hierbei nicht zu berühren und bleiben belanglos. Und so wirkt das ganze nicht wirklich rund und homogen, so dass vor allem die erwachsenen Zuschauer mit dem gezeigten nur bedingt ihren Spass haben werden. Des Weiteren vermag die Chemie zwischen den beiden Hauptprotagonisten, dem liebevoll schusseligen Boov Oh und dem hippen, cleveren Mädchen Tipp nicht vollends zu überzeugen. Dies führt dazu, dass sich das Duo, trotz ihrer zweifelsfrei vorhandenen Knuffigkeit, vergleichbaren Gespannen der Trickfilm-Konkurrenz um Pixar und Co. (z.B. „Oben“) klar geschlagen geben muss.

Ebenfalls stösst ein wenig negativ auf, dass „Home“ nur bedingt witzig ist und nur selten zu Lachsalven führt, wie etwa wenn Oh das erste Mal unfreiwillig im Auto tanzt.  Der Film bezieht seinen Humor hauptsächlich aus der verdrehten Sprache der Boovs, die überaus gelungen von den hiesigen  Synchronsprechern ins Deutsche transportiert wurde. Ansonsten gibt es aber eben kaum erwähnenswerte witzige Sprüche oder besondere Gags.

Dagegen kann man der 130 Mio. $ Produktion technisch gesehen nichts vorwerfen, denn  mit „Home – Ein smektakulärer Trip“ bekommen die Animations-Freunde gewohnte Qualität geliefert. So offenbart sich das Abenteuer als immens detailverliebt und wunderschön plastisch animiert, so dass man förmlich nach den Figuren greifen möchte. Vielleicht könnte einigen Zuschauern das Geschehen zu bunt und abgedreht erscheinen, jedoch passt dies hier einfach ideal zur Geschichte und fügt sich somit sehr gut ein. Zumal der hervorragende Soundtrack mit seinen ergreifenden Songs von Tipp Originalsprecherin und Popstar Ikone Rihanna das Ganze fantastisch untermalt.

 

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Ab 31. Juli 2015 auf DVD, Blu-Ray, Blu-Ray 3D und VOD erhältlich!

DVD-Cover & Bilder © und Eigentum von 20th Century Fox Home Entertainment.

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