KRITIK – FIFTY SHADES OF GREY

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Autor: Marcel Flock

Zum Inhalt: Im Rahmen eines Interviews für ein Studentenmagazin trifft die unerfahrene Studentin Anastasia Steele (Dakota Johnson) auf den charismatischen Milliardär Christan Grey (Jamie Dornan). Der erfolgreiche Geschäftsmann wirkt anfänglich auf die junge Frau höflich, konzentriert, elegant und einschüchternd. Doch zugleich ist sie auch unglaublich fasziniert von dem geheimnisvollen Mr. Grey, der ebenfalls gerne mehr über Ana erfahren möchte…

Achtung, vorab muss erwähnt werden, dass der Autor dieser Kritik die Buchvorlage nicht gelesen hat!

Seit letztem Jahr schon sehr präsent: Das brisante Thema „Fifty Shades of Grey“ taucht immer wieder auf. Kaum eine Buchadaption wird so kontrovers diskutiert und sorgt fast täglich für neuen Gesprächsstoff. Einige bezeichnen sie sogar als „Skandalfilm des Jahres“, ein Titel, den Universal natürlich frech für die Vermarktung nutzt und der tatsächlich einen unvorstellbaren Hype auslöst. Bereits im Dezember startete der Vorverkauf und erzielte auch tatsächlich Resultate. Stellt sich nur die Frage, ob der Film dem weltweiten Hype überhaupt gerecht wird oder ob es nur viel Lärm um nichts ist.

 

 © Universal Pictures
© Universal Pictures

 

Da kann man gar klar sagen: Nein, es ist definitiv nicht der Skandalfilm, den manche in ihm sehen. Zwar spricht er eine sexuelle Neigung an, die in manchen recht „prüden“ Kreisen als Tabu gilt, nämlich dem SM, schneidet das Thema jedoch nur kurz an bzw. tastet sich leichtfüßig, mit viel Romantik und sehr behutsam in die achso bizarre Welt. Hauptsächlich geht es aber in diesem Film um die Beziehung zwischen der jungen, sehr unerfahrenen Studentin Anastasia und dem mysteriösen jungen Mr. Grey. Hierbei brillieren Dakota Johnson und Jamie Dornhan perfekt und zeigen, dass die ganzen Zweifel und Haterposts im Vorfeld ziemlich unnötig waren. Vor allem Dakota Johnson reißt alle Blicke an sich, sei es, wenn sie sich entblößt und den männlichen Zuschauer durch die verschiedenen Kameraeinstellungen auf ihre Brüste auch etwas mit auf den Weg gibt oder wenn sie in ihrer Verwandlung vom unsicheren, schüchternen Entlein zum majestätischen, selbstbewussten, eitlen, launischen Schwan aufblüht, die auch mal gerne die Männer, in unserem Falle Christian, nach ihrer Pfeife tanzen lässt und ihn nicht so schnell vom Haken lässt. So kommt auch der Humor in dieser Erotikromanze nicht zu kurz, beispielsweise wenn Christian und Ana im Fahrstuhl wild rumknutschen und dabei doch fast von dessen Arbeitskollegen erwischt werden, die genau diesen Aufzug riefen, oder als Ana Christian ziemlich unsicher im Interview die Fragen stellt, darunter auch „Sind sie schwul?“. Doch die meisten Pluspunkte sammelt der Film durch seine unheimlich spannende und zugleich wunderschöne Atmosphäre, wie die Nachtaufnahmen von Seattle aus der Luft oder die Sonnenuntergänge, die man schön durch Christians riesiges Appartement bewundern kann. Musikalisch wird das Ganze noch verfeinert von Mastermind Danny Elfman, der seinem Namen auch dieses Mal alle Ehre macht und einem Score, bei dem unter anderem Lieder von Annie Lennox und Legende Frank Sinatra dabei sind.

 

Fifty Shades of Grey - Bewertung

 

AB DEM 18. JUNI AUF BLU-RAY, DVD UND VOD ERHÄLTLICH!

Filmseite: http://fiftyshades-film.de/

Deutsche Facebook-Seite zum Film: http://www.facebook.com/Shades.DE

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