KRITIK – DIE UNFASSBAREN 2 – NOW YOU SEE ME

© Concorde Filmverleih GmbH
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Autor: Florian Wurfbaum

Zum Inhalt: Ein Jahr ist vergangen, seit die „Vier Reiter“ das FBI überlistet und ihrem Publikum mit unglaublichen Magie-Darbietungen einen unverhofften Geldsegen beschert haben. Nun zieht es die Zauberer J. Daniel Atlas, Merritt McKinney, Jack Wilder und Neuzugang Lula erneut auf die Bühne. Nach einem spektakulären Coup landen sie auf der Flucht in Macau und treffen auf den undurchsichtigen Walter Mabry. Das technische Wunderkind hat ganz eigene Vorstellungen von einem gelungenen Zaubertrick und verfolgt einen perfiden Plan…

2013 landete das kanadische Filmstudio Lionsgate („The Expendables“) mit der visuell beeindruckenden Zauber-Filmshow „Die Unfassbaren“ einen Überraschungserfolg. Zwar hatte das Produktionsunternehmen einige Erwartungen an den Film, was sich auch in dem stattlichen Budget von 75 Millionen $ widerspiegelte. Aber dass „Now you see me“, wie der Originaltitel lautet,  dann weltweit über 350 Millionen $ in die Kassen spülte, übertraf selbst die kühnsten Erwartungen des Verleihs. So verwunderte es auch nicht, dass Jon Feltheimer, der Chef Executive Officer von Lionsgate, bereits im Juli 2013 eine Fortsetzung ankündigte.

 

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Als Nachfolger für Regisseur Louis Letterrier wurde der Newcomer Jon M. Chu verpflichtet, der kurz zuvor mit „G.I. Joe – Die Abrechnung“ seinen ersten Blockbuster inszenierte und mit diesem einen soliden Erfolg verbuchen konnte. Bei der Besetzung der magischen „Vier Reiter“ mussten die Macher  schweren Herzens auf  Isla Fisher verzichten, da die Schauspielerin aufgrund ihrer Schwangerschaft absagen musste. Letztlich entschieden sich die Produzenten auf ihre Rolle (Henley Reeves) zu verzichten und führten stattdessen den neuen weiblichen Charakter Lula ein, der von „Cloverfield“-Star Lilly Caplan verkörpert wird. Zudem wurde der Cast überaus gelungen mit dem Magie-erfahrenen Daniel Radcliffe als undurchsichtiger Walter Mabry erweitert, der endlich mal sein magisches Können außerhalb von Hogwarts zeigen darf.

Inhaltlich erweist sich „Die Unfassbaren 2“ als waschechtes Sequel, das sowohl die Fäden des Vorgängers aufgreift, als auch alle relevanten Figuren wieder einbaut. Natürlich ist auch diesmal die Story-Prämisse recht weit hergeholt und auch nach Logikfehler sollte nicht gesucht werden, da man hier sonst sehr schnell fündig wird – z.B. der Chipkarten-Diebstahl. Aber wenn man darüber hinwegsehen kann und die Reihe als das sieht was sie ist – ein bildgewaltiges Blendwerk – bereitet die temporeiche Inszenierung der vermeintlichen Illusionen und deren charmanten Auflösungen unglaublich viel Spaß. Auch zeigt sich in der visuellen Brillanz die Budget-Erhöhung – auf insgesamt 90 Millionen $ – deutlich und sorgt so für abwechslungreichere und exotischere Schauplätze wie z.B. Macau, das sogenannte Las Vegas Asiens.

 

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Neben der Bilderpracht gehört selbstverständlich auch diesmal wieder die Besetzung zu den großen Pluspunkten des magischen Spektakels. Wirklich herausstechen kann hier zwar keiner, allerdings stimmt erneut einfach die Chemie zwischen den „Vier Reitern“ Jesse Eisenberg, Dave Franco, Woody Harrelson und Neuzugang Lilly Caplan. Zumal auch die restlichen Darsteller um den Franchise-Debütanten Daniel Radcliffe  und den bewährten Zauberkräften Morgan Freeman, Michael Caine und Mark Ruffalo die Trickshow wieder perfekt abrunden. Aus finanzieller Sicht hat sich die Rückkehr der „Vier Reiter“ auf jeden Fall gelohnt, da ihr zweiter Ausflug mit einem weltweiten Gesamteinspiel von 330 Millionen $, fast genauso viel Geld generierte wie das Original. Der größte Batzen wurde in China erwirtschaftet, so dass das Studio nun sogar überlegt im bereits angekündigten dritten Teil mit asiatischen Reitern in den Hauptrollen weiter zu zaubern. Lassen wir uns einfach überraschen, in der Reihe steckt auf jeden Fall noch einiges an Potenzial!

 

Die Unfassbaren 2 - Bewertung

Ab dem 27. Dezember 2016 auf DVD, Blu-Ray & VOD erhältlich!

DVD-Cover & Bilder © Concorde Filmverleih GmbH.

 

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