KRITIK – DIE CITY COBRA

Die City Cobra - BD Cover
© Warner Bros.

Autor: Florian Wurfbaum

„Du bist die Krankheit und ich die Medizin“.

Der reaktionäre Action/Thriller ist ein typisches Relikt aus den 80er Jahren und zählt zu den kultigsten Action-Trash-Granaten aller Zeiten, die der zugeneigte Genre-Fan gesehen haben muss.

Zum Inhalt: In „City Cobra“ treibt eine satanische Killersekte mit dem Namen „Nachtschlitzer“ ihr Unwesen und mordet sich durch die Staaten. Als den Killern ein Opfer entkommt, wird der skrupellose und zur Selbstjustiz neigende Cop Maria „Cobra“ Cobretti (Sylvester Stallone) aus der berüchtigten Zombieabteilung beauftragt, die potentielle Zeugin zu beschützen.

Die Story ist bestenfalls als zweckmäßig zu bezeichnen und auch auf eine detaillierte Figurenzeichnung wird komplett verzichtet. Doch dafür wartet Regisseur George P. Cosmatos straffe Inszenierung mit überaus temporeicher und kompromissloser Action auf, die in Verbindung mit den legendären Kult-Onelinern Cobrettis vorzüglich zu unterhalten vermag. Zudem erzeugen die düsteren Bilder, kombiniert mit den schnellen Schnitten und der Rock-Musik eine dichte 80er Atmosphäre, die auch heute noch zu gefallen weiß.

Sylvester Stallone wirft als „Cobra“, jegliche Charakterdarstellerambitionen über Bord und treibt mit seiner Rolle die Achtziger Coolness auf die Spitze, den der wortkarge Held, mit seinem engem Outfit, der überdimensionalen Sonnenbrille und dem Streichholz im Dreitagebart umrahmten Mundwinkel, nimmt schon teilweise comicartige Züge an. Nichtsdestotrotz begeistert Stallone mit seiner physischen und ultracoolen Darstellung und schießt, prügelt und messert sich überzeugend, durch den schlichten Plot. Der restliche Cast ist zwar gut besetzt, aber dient Großteils nur als Stichwortgeber oder Bodycount. Einzig Brigitte Nielsen, die optisch zu gefallen weiß, und Brian Thompson als Anführer der Nachtschlitzer bleiben dem Betrachter im Gedächtnis.

Aus dem vorzüglichen 80-er-Jahre-Rockmusik Soundtrack mit den Interpreten Miami Sound Machine, John Cafferty & The Beaver Brown Band und Robert Tepper, sticht vor allem der Song „Angel in the City“ heraus.

 

Die City Cobra - Bewertung
 

Zur Information: Der 1986 entstandene Stallone-Actioner wurde nach jahrelanger Indizierung endlich von der Bundesprüfstelle vom Index für jugendgefährdende Medien gestrichen und die Uncut-Fassung hat daraufhin bei einer Neuprüfung eine FSK 18 Freigabe erhalten.

 

Überall auf DVD und Blu-Ray erhältlich.

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