KRITIK – SEVENTH SON

© Legendary Pictures / Universal Pictures
© Legendary Pictures / Universal Pictures

Autor: Florian Wurfbaum

Die Verfilmung des Kinderbuchs „Spook – Der Schüler des Geisterjägers“ weist eine äusserst chaotische Veröffentlichungsgeschichte auf. So wurde der Kinostart des Fantasy-Abenteuers mehrfach verschoben und letztlich entschied sich gar der ursprüngliche Verleih „Warner Bros.“ gegen eine Auswertung und überliess daraufhin „Universal Pictures“ den Vertrieb von „Seventh Son“. Dieser Umstand und die lediglich solide erscheinenden Trailer liessen im Vorfeld aus qualitativer Sicht nichts gutes erahnen. Und schlussendlich bekommt der Genre-Fan genau das was ihm die Trailer suggerieren, eben einen durchschnittichen Unterhaltungsfilm für einen netten Kino-Nachmittag.

Zum Inhalt: Der junge Bauer Tom (Ben Barnes), der mit seiner Familie auf einem Hof lebt und arbeitet, ist als siebter Sohn eines siebten Sohnes dazu erwählt, den mysteriösen Orden der Spooks beizutreten. Dieser Orden aus Geisterjägern jagt Hexen und andere boshafte Fabelwesen. Hierzu muss aber der Kampf unerfahrene Jüngling erstmal in die Lehre des letzten Meisters Gregory (Jeff Bridges). Doch mit erscheinen der mächtigen Ober-Hexe Mutter Malkin (Julianne Moore), die die Weltherrschaft plant, bleibt den beiden Hexenjägern nur wenig Zeit um Toms Ausbildung zu beenden…

 

© Legendary Pictures / Universal Pictures

Die vorhersehbare und schematische Story ist überaus dünn und wirkt lediglich schnell zusammengeschustert, um den Schauwerten möglichst viel Platz einzuräumen. Hierbei offenbart „Seventh Son“ einige Parallelen zu dem 2013 veröffentlichten Fantasy-Erfolg „Hänsel und Gretel – Hexenjäger“ und kann überraschnderweise ebenso mit seinen skurrilen Figuren punkten. Was aber den renommierten und zweifach Oscar nominierten Cineasten Sergey Bodrov („Der Mongole“) dazu bewogen hat, bei diesem banalen Script die Regie zu übernehmen, bleibt ein Mysterium.

Folglich kommt das Fantasy-Spektakel leider auch aus inszenatorischer Sicht überaus konventionell und wenig originell daher. Und so schafft es der Russe Bodrov trotz der visuell ansprechenden Schauwerten nur bedingt Spannung zu erzeugen. Dies führt dazu, dass die Hexenjagd den Zuschauer lediglich streckenweise zu packen vermag. Zumindest das mit angeblich 95 Mio. $ überaus stattliche Budget generiert einen überzeugenden Look der dank der guten Effekten und der üppigen Ausstattung eine stimmungsvolle Atmosphäre erzeugt.

Bei der Besetzung überrascht „Seventh Son“ trotz des schwachen Scripts mit einem immens namhaften Staraufgebot. Doch wenngleich auf der einen Seite Jeff Bridges als schrullig witzig agierender Lehreister Greogory begeistert, enttäuscht auf der anderen Seite Julianne Moore als Ober-Hexe Mutter Malkin auf ganzer Linie und stellt sich hierbei als klare Fehlbesetzung heraus. Der eigentliche Hauptdarsteller Ben Barnes legt als Held eine ordentliche Leistung hin, ohne aber dabei glänzen zu können. Auch der restliche Cast bleibt insgesamt eher farblos und austauschbar. So stellt hier Bridges als ziegenbärtiger Trunkenbold einmal mehr sein außergewöhnliches Charisma unter beweis und ist letztendlich das einzige schauspielerische Highlight des Films.

 

Seventh Son - Bewertung

 

AB 16. JULI 2015 AUF DVD, BLU-RAY, BLU-RAY 3D UND VOD ERHÄLTLICH!

Deutsche Facebook-Seite zum Film: http://www.facebook.com/SeventhSon.DE

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